Aktuelle Ausgabe
2012-20

Institut für Religionspädagogik und Medienarbeit jetzt in der Kommende

Neuer Standort für das IRUM

Brigitte Zein-Schumacher (li.) berät eine Nutzerin. Foto: Petri

Dortmund. Seit wenigen Wochen hat das Institut für Religionspädagogik und Medienarbeit einen neuen Standort in Dortmund. Nutzer können das Medienangebot des IRUM zukünftig im Sozialinstitut Kommende im Dortmunder Stadtteil Brackel in Anspruch nehmen. 

von Anna Petri 

„In Schwerte war das Institut in einem kleinen Einfamilienhaus auf dem Gelände der Katholischen Akademie untergebracht“, berichtet Brigitte Zein-Schumacher, Rektorin im Kirchendienst und Institutsreferentin in Dortmund. Die Bedingungen dort seien jedoch nicht ideal gewesen, auch weil die Räume in dem Wohnhaus nicht den tatsächlichen Anforderungen der Bibliothekszwecke entsprochen haben.

Ausschlaggebend für den Umzug seien aber letztendlich Feuchtigkeitsschäden gewesen, die längerfristig eine Bedrohung für die Mediensammlung dargestellt hätten. Im Rahmen der umfassenden Sanierungs- und Renovierungsarbeiten der Kommende, bot sich schließlich die Möglichkeit, hier Räumlichkeiten für das IRUM einzurichten. 

„Hier haben wir ganz neue Möglichkeiten, über die wir uns sehr freuen“, sagt Zein-Schumacher. Zum einem seien alle Medien jetzt in einem großen Bibliotheksraum untergebracht und zentral für alle Benutzer erreichbar. Neben der Möglichkeit, Medien für die Schule und Gemeindearbeit auszuleihen, seien darüber hinaus ideale Arbeitsbedingungen für die Nutzer geschaffen worden, die in der Bibliothek an computergestützten Arbeitsplätzen mit den Medien und dem Präsensbestand arbeiten möchten, so Zein-Schumacher. „Die sehr gute mediale und technische Ausstattung der Bibliothek ist ein großer Gewinn für das Institut.“

Der lichtdurchflutete Raum vermittle zudem eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Rund 30000 Medien umfasst das Angebot des Instituts für Religionspädagogik und Medienarbeit, davon etwa 20000 Buch- und 10000 Audiovisuelle Medien.

Der Umzug des IRUM fiel in das Jahr seines 40-jährigen Bestehens. Anfang der siebziger Jahre waren vonseiten der Bistumsleitung und der Schulabteilung des Erzbistums Paderborn Überlegungen hinsichtlich einer besseren Unterstützung der Religionspädagogen in Schule und Gemeinde angestellt worden. Da der religionspädagogische Buch- und Medienmarkt zu der Zeit stetig wuchs, kam die Idee, das umfassende Literatur- und Medienangebot zu sammeln und Nutzern zugänglich zu machen. Daneben entstanden Vorschläge, dies mit einem religions- und medienpädagogischen Fortbildungsangebot zu verknüpfen. Dieses Angebot wurde zuerst in der Katholischen Akademie verwirklicht, kurze Zeit später im Konrad-Martin-Haus in Paderborn. 

Mit dem Umzug des IRUM nach Dortmund will das Institut bewusst neue Akzente setzen. „Was wir als Institut zukünftig für die Religionspädagogen leisten können, gehört zu den zentralen Zielformulierungen“, berichtet Zein-Schumacher. So möchte das Institut künftig verstärkt die Schul- und Unterrichtsentwicklung in den Blick nehmen.

Die Konzentration müsse hier eindeutig auf der Rolle des Religionsunterrichts in einer sich verändernden Schullandschaft liegen, wobei der wachsenden Gleichgültigkeit gegenüber dem Religionsunterricht entgegengetreten werden müsse. „Unsere Aufgabe besteht darin, die Kollegen in den Schulen entsprechend zu unterstützen.“ Einen weiteren Schwerpunkt in der Arbeit des Instituts sieht Zein-Schumacher auch in den sich verändernden Gemeindestrukturen. „Auf diese Veränderungen in den Pastoralen Räumen zu reagieren und hier entsprechende Ansätze zu entwickeln, gehört ebenfalls zu den zentralen Aufgaben der nächsten Jahre.“ 

Deshalb möchte das Institut häufiger religionspädagogische Fortbildungen anbieten. Ein Angebot, das durch den neuen Standort ermöglicht wird. In der Kommende sieht Brigitte Zein-Schumacher einen Gewinn für beide Seiten. „Veranstaltungsteilnehmer der Kommende können auch das Angebot des IRUM nutzen, ebenso kommen unsere Nutzer mit den Angeboten der Kommende in Kontakt.“


24.05.2012
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