Aktuelle Ausgabe
2012-20

Sozialdienst katholischer Frauen Dortmund/Hamm unterstützt werdende Mütter

Oft fehlen schon die Grundlagen

Elisabeth Humpert präsentiert das umfangreiche Programm des SkF in der Schwangerenberatung. Foto: Plamper

Hamm. Eine Schwangerschaft kann vielfältige Gefühle auslösen. Freude, Hoffnung – aber auch Ängste. Wie soll es jetzt weitergehen mit mir, mit uns? Wie sollen wir das finanziell schaffen? Wie kann ich Kind und Beruf vereinbaren?“ Fragen, die den Mitarbeiterinnen des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) vertraut sind. Zu Beginn des Jahres weitete die Beratungsstelle Hamm im Rahmen der Schwangerschaftsberatung ihr Angebot mit der Hebammen-Sprechstunde aus.

von Elisabeth Plamper

„Die Sprechstunden werden sehr gut angenommen“, zieht Elisabeth Humpert vom SkF nun Bilanz. Vor allem junge Frauen nutzten das Beratungs­angebot. Zunehmend werden sie auch von den Vätern ihrer Kinder begleitet. „Die jungen Männer sind da sehr aufgeschlossen.“ Auch werdende Eltern, die nicht mehr als Paar zusammenleben oder leben wollen, seien verstärkt bereit, die Verantwortung ihrer Elternschaft gemeinsam zu übernehmen. Oft seien es die Frauen, die in diesen Fällen zunächst mit sich und dem Kind für sich allein zurecht kommen wollen.
„In den Beratungsgesprächen erfahren wir, dass den jungen Frauen viele Informationen für die gelingende Bewältigung des Alltags fehlen oder sie diese durch das Elternhaus zu wenig vermittelt bekommen.“ Das gelte insbesondere für die Vorbereitung auf die Geburt. Im vergangenen Jahr kamen laut Geschäftsbericht 2007/08 insgesamt 154 Frauen, die das erste Mal schwanger waren, zur Beratung. „Alleinerziehend beziehungsweise allein lebend waren davon 85 Frauen.“
Das Angebot bietet aber auch jungen Müttern oder jenen, die aus persönlichen Gründen keinen Geburtsvorbereitungskurs während der Schwangerschaft besuchen möchten, die Möglichkeit, sich umfassend im vertraulichen Gespräch über ihre Schwangerschaft und die bevorstehende Geburt sowie über soziale und rechtliche Fragen zu informieren. Auch das soziale Umfeld oder Migrationshintergründe der werdenden Mütter spielten eine wesentliche Rolle, um den Sozialdienst katholischer Frauen aufzusuchen. „Wir beraten unabhängig von Nationalität und Religionszugehörigkeit. So fand beispielsweise eine 20-Jährige während ihrer Schwangerschaft den Weg zum SkF und kam nach der Geburt ihres Kindes noch mehrmals zur Beratung. Das Angebot, dass sie auch wieder kommen kann, habe ihr eine Last von meinen Schultern genommen, berichtet SkF-Mitarbeiterin Annegret Kostka-Joppien. Die junge Mutter mache inzwischen eine Ausbildung, während sich ihr Ehemann um das Töchterchen kümmere.
Am 26. Januar 2010 beginnt zudem wieder der Schwangerschaftsvorbereitungskurs „Fit fürs Baby“ unter der Leitung von Elisabeth Edelmann. Die staatliche anerkannte Hebamme informiert an vier Vormittagen über die Schwangerschaft, Geburt, Säuglingspflege und die erste Zeit mit dem Kind. Zu Beginn des Kurses erläutert sie zunächst den Ablauf der Geburt. Beim zweiten Termin gibt Elisabeth Edelmann unter anderem Tipps zur Grundausstattung und Pflege des Neugeborenen. Wie die ersten Tage und Wochen mit dem Baby aussehen können, erfahren die zukünftigen Mütter am dritten Kurstag. Dann geht es auch um die Mutter- und Vaterrolle. Die Vorbereitung auf die Geburt selbst steht im Mittelpunkt des vierten Treffens.
Die Teilnahme an dem Kurs ist kostenlos. Eine verbindliche Anmeldung bei der Beratungsstelle der SkF-Schwangerschaftsberatung ist allerdings erforderlich. Für Fragen oder ein persönliches Gespräch steht Elisabeth Edelmann auch persönlich mittwochs in der Zeit von 11 bis 12.30 Uhr in der Beratungsstelle der SkF-Schwangerschaftsberatung Hamm nach Terminvereinbarung zu Verfügung.





24.05.2012
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