Aktuelle Ausgabe
2012-20

Hövelsenner Schützen bereiten Gottesdienste des Bundesschützenfestes vor

Sakristei im Sportheim


Hövelhof. Das Bundesschützenfest Mitte September wirft seine Schatten voraus. Doch nicht nur die Umzüge und die weltlichen Feiern wollen gut organisiert sein, auch die Gottesdienste verlangen so einiges an Vorplanung, weiß Anton Rampsel zu berichten. Er ist Chef der Hövelsenner Kompanie, die die Federführung für die kirchlichen Feiern übernommen hat.

von Birger Berbüsse

Der Aufwand für den ökumenischen Auftaktgottesdienst am Freitag, 11. September, hält sich dabei noch relativ in Grenzen. Um 18 Uhr werden in der St.-Johannes-Nepomuk-Kirche knapp 1 000 Gäste, zehn Standarten und 50 Fahnen erwartet. Neben Weihbischof und Bundespräses Dr. Heiner Koch werden Bezirkspräses Bernd Haase von der katholischen und Pfarrer Ulrich Richter von der evangelischen Gemeinde zelebrieren.
„Etwas größer“ werde es dann am Sonntag, 13. September, wenn auf dem Hövelhofer Sportplatz das Festhochamt gefeiert wird, sagt Kompaniechef Anton Rampsel augenzwinkernd. Denn zu dem Open-Air-Gottesdienst werden gut 30 000 Menschen erwartet. Damit die Großveranstaltung reibungslos ablaufen kann, wird schon seit Wochen geplant und probiert. Bereits am Montag, 7. September, soll mit dem Aufbauen begonnen werden.
An der Längsseite des Sportplatzes wird dann das Podest für den Altarraum aufgebaut. Die überdachte Bühne ist mit rund acht mal sechs Metern veranschlagt, um den Altar sowie die rund 30 Personen auf der Bühne unterzubringen. Zu ihnen gehören neben dem Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker acht weitere Zelebranten sowie 21 Messdiener. Links und rechts der Hauptbühne wird es jeweils ein Podest für das Blasorches­ter und den Hubertuschor geben. Vor der Hauptbühne wollen die Frauen der Kompanie zwei knapp fünf mal drei Meter große Blumenteppiche gestalten. Auf schrägen Holzkonstruktionen sollen dort links von der Treppe das Hövelhofer Wappen und rechts das Christussymbol PX zu sehen sein.
500 Sitzplätze wird es vor der Bühne geben. Sie sind jedoch für die Ehrengäste der Bundesschützen und der Gemeinde Hövelhof gedacht. Hinter ihnen nehmen die Abordnungen der Diözesen ihren Platz ein, dahinter wiederum stehen alle anderen Messbesucher. An ihnen vorbei werden Erzbischof Becker und die anderen Zelebranten zum Altar ziehen. Denn um sie alle unterzubringen, war eine besondere Lösung gefragt: Und so werden sich die Geistlichen und Ministranten im zur Sakristei umfunktionierten Sportheim umziehen und auf den Gottesdienst vorbereiten.
Auch 21 Kommunionhelfer werden dabei sein. Wie viele Hostien sie austeilen werden ist allerdings noch unklar. „6 000 Hostien sind die Vorgabe für eine Veranstaltung solcher Größe“, sagt Anton Rampsel. Bei erwarteten 30 000 Messbesuchern werden aber schließlich wohl doch mehr bestellt. Rampsel jedenfalls zeigt sich zufrieden mit dem Stand der Vorbereitungen: „Schlaflose Nächte haben wir nicht mehr!“
Sehr zufrieden mit den Planungen der Hövelsenner Kompanie zeigte sich auch der Bundespräses bei seinem Besuch vor einigen Wochen. „Ablauf und Liedfolge hat er schon abgesegnet“, erzählt Rampsel. Die Fürbitten konnten dem Weihbischof da allerdings noch nicht vorgestellt werden. Die Schützen möchten sie möglichst aktuell haben und warten deshalb noch mit dem Schreiben.


24.05.2012
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