Aktuelle Ausgabe
2012-20

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Schön und stark

„Sei mal verrückt – tanz aus der Reihe“ hieß es beim ökumenischen Frauentag in Arnsberg, zu dem Teilnehmerinnen aus dem gesamten Hochsauerland kamen. Im Bild eine Frauengruppe aus dem Winterberger Ortsteil Siedlinghausen.Foto: Groth

Arnsberg. „Sei mal verrückt – tanz aus der Reihe!“ Unter diesem Motto sind annähernd  100 Frauen aus dem ganzen Hochsauerland zusammengekommen zum ökumenischen Frauentag im Haus der Katholischen Bildungsstätte (KBS) in Arnsberg.

Der Frauentag wurde– wie jedes Jahr – gemeinsam veranstaltet von der Katholischen Bildungsstätte für Erwachsenen- und Familienbildung, dem Katholischen Bildungswerk Arnsberg-Sundern und dem Frauenreferat des evangelischen Kirchenkreises Arnsberg. Passend zum Thema „ver-rückt“ sah man Damen, die sich mit am Orte angebotenen Accessoires – Blumenketten, Stoffstreifen, Haarspray in pink, Orden oder Glitzerpunkten – auf ungewöhnliche Weise verschönert hatten. Die Frauen begannen beim Stehcafé nicht mit einem Choral, sondern mit dem selbstbewusst gesungenen Frauenchorus: „Willkommen, du schöne Frau, willkommen, du starke Frau, willkommen in unserm Kreis.“
Dem Thema des verrückten Aus-der-Reihe-Tanzens näherten sich die Frauen über drei Kurzfilme der bei der Veranstaltung anwesenden jungen Wuppertaler Filmemacherin Marina Jenkner, deren Filme „Seifenoper“, „Nicht verbrennen“ und „Alien iacta est“ die Frauen sehr beeindruckten, wie es in dem anschließenden Interview der evangelischen Frauenreferentin Gabriela Hirsch mit der 28-jährigen Künstlerin auch zum Ausdruck kam.
Alles (oder sehr viel von dem), was bei einer kreativen Frau ankommt, wurde dann in mehreren Workshop-Gruppen jeweils 90 Minuten lang angeboten: um Bewegung, Stimme und Atmung ging es in dem Workshop, in dem man „mit Feldenkrais bewusste Bewegung erleben“ konnte,  auf dem Weg zu mehr Weiblichkeit konnte man sich beim „orientalischen Tanz“ machen, bei „Ich stelle mich“ ging es um Bibel und Körperübung. „Bewegende Songs“ übte Gospelchorleiterin Ute Balkenohl ein, und Psychodrama gab es auch im Angebot: „In den Spiegel blicken, wer guckt mich an– wer ist hinter meinem Bild verborgen“. Eine Antwort bot Adelgunde Sr. Ephrem Eling im Workshop: „Frau erkenne deine Würde.“
Nach der Workshop-Phase sammelten sich die Teilnehmerinnen zum „Liturgischen Gruß“, in dem nicht nur zu „Lord of the Dance“ getanzt, sondern bei allen Liedern kräftig mitmusiziert wurde mit Trommeln, Rasseln oder Kastagnetten. Den Ausklang bildete ein gemeinsames Büffet. Vielen Frauen hatte es so gut gefallen, dass sie sich persönlich und mit begeistertem Dank vom Vorbereitungsteam verabschiedeten.FG


24.05.2012
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