Aktuelle Ausgabe
2012-20

Sebastiangemeinde Hövel beendete Jubiläumsjahr

Schwung ins neue Jahr mitnehmen

Auch fünf neue Minis­tranten gab es im Jubiläumsjahr in Hövel. Sie wurden von Pastor Otto Dalkmann vorgestellt.

Hövel. Als jetzt die Glocken der St.-Sebastian-Kirche die Gläubigen der Pfarrvikarie aus Hövel zum Patronatsfest riefen, ging ein ganz besonderes Jahr für die Gemeinde zu Ende. Seit dem 1. Advent 2009 feierte der kleine Höhenort im Dekanat Hochsauerland-West seine Kirche, die im Jahre 2010 100 Jahre alt geworden ist.

 

Es begann mit der Vorstellung der Kommunionkinder, einer Frauenmesse und schließlich einem Weihnachtskonzert des heimischen Musikvereins Cäcilia, die im Dezember 2009 das Jubiläumsjahr einläuteten. Die Jugendkirche Credimus Sundern richtete am Freitag vor Palmsonntag den Jugendkreuzweg in Hövel aus.

Ein weiterer Höhepunkt war eine Feldmesse auf dem Sportplatz gemeinsam mit dem örtlichen Sportverein FC Sauerlandia Hövel. Die Caritashelferinnen und die Schützenbruderschaft haben in den beiden jährlichen Messen jeweils den Bezug zum Kirchenjubiläum gezogen, sodass alle Vereine und Gruppen ihre Verbundenheit zur Pfarrvikarie und ihrer Dorfkirche gezeigt haben.

Die Kirche wurde an der gleichen Stelle erbaut, an der zuvor eine Kapelle stand, die dem heiligen Antonius und später dem heiligen Sebastian geweiht war. Die Kapelle war allerdings so baufällig geworden, dass sich die Geistlichen weigerten, weiterhin eine Messe dort zu zelebrieren. Nachdem die benötigten Genehmigungen vorlagen, wurde im Jahre 1910 mit dem Bau des Gotteshauses begonnen. Der Bau wurde nach einem Jahr schon so weit fertig gestellt, dass am 20. Januar 1911 die erste heilige Messe gefeiert werden konnte.

1923 wurde die Pfarrvikarie errichtet, die nach wie vor zur Pfarrgemeinde St. Laurentius Enkhausen gehört. Während dieser Zeit waren elf Geistliche für die Gemeinde zuständig. Neben dem aktuellen Seelsorger Pastor Otto Dalkmann ist nur noch der Pfarrer im Ruhestand Alfons Vogt am Leben. Pfarrer Alfons Vogt war in seiner zweiten Vikarstelle in der Zeit von 1942 bis 1947 in Hövel tätig.

In seine Amtszeit fiel auch -eine der schwersten Zeiten der Gemeinde, die Zeit des Zweiten Weltkriegs sowie des langsamen Neubeginns, der Integration Vertriebener und die Rückkehr von Kriegsgefangenen.

Die Kirche musste des Öfteren renoviert werden. Zuletzt wurden 2001 die Außenfassade erneuert und die Fenster ausgebessert. Sieben Jahre später erfolgten die dringende Erneuerung des Innenputzes, der Elektrik und die Aufarbeitung der Inneneinrichtung. Nach viermonatiger Bauzeit konnte die Kirche wieder zum Mittelpunkt des Gemeindelebens werden. Besonders zu erwähnen ist die Spendenbereitschaft der Höveler, die in den vergangenen zehn Jahren mehr als 80000 Euro gespendet haben.

Am 1. März 2004 wurde der Pastoralverbund Kirchspiel Enkhausen aus der Taufe gehoben, der auf den Grundmauern der alten Pfarrgemeinde und des alten Kirchspiels Enkhausen errichtet worden ist. Die Pfarrvikarie Hövel fügt sich als aktives Mitglied in die gemeinsamen Gremien ein und arbeitet gut mit den weiteren vier Gemeinden zusammen.

Näheres zur Geschichte kann auch in einer Festschrift nachgelesen werden, die in langer Arbeit mit vielen interessanten Texten und Bildern zusammengetragen worden ist.

Am 19. September 2010 wurde mit einem Festhochamt das Jubiläumsfest begonnen. Weihbischof Hubert Berenbrinker zelebrierte die heilige Messe. Neben Pastor Otto Dalkmann konzelebrierten die Geistlichen Pfarrer Kemper aus Hachen, Pastor Mata Mera aus Langscheid und Pastor Thieme sowie Diakon Hegemann. 

Der Pfarrgemeinderat möchte nun den Schwung aus dem Jubiläumsjahr mit in die nächsten Jahre nehmen.

 

 


24.05.2012
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