Caritas-Werkstatt Neheim beging 20-jähriges Jubiläum
Selbstverständliches Miteinander
Neheim. Das 20-jährige Jubiläum der Caritas-Werkstatt in Neheim wurde jetzt begangen. Die Werkstatt Neheim wurde am 29. Juli 1991 als erste Werkstatt für psychisch kranke Menschen im Einzugsgebiet der Caritas-Werkstätten Arnsberg mit zunächst 25 Personen eröffnet.
Passend zum Jahresmotto des Deutschen Caritasverbandes „Kein Mensch ist perfekt“ stellte Hans-Helmut Eickhoff, Geschäftsführer des Caritasverbandes Arnsberg-Sundern e. V., bei seiner Begrüßung als erstes die Frage: „Wer von Ihnen ist perfekt?“ Verschiedene Redner machten deutlich, welche Leistung gerade Menschen mit Behinderung vollbringen können. Christian Münch von den Wirtschafts-junioren Hagen/Ennepe-Ruhr stellte die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftsunternehmen und Werkstätten für behinderte Menschen dar. In einem Film ließ er Unternehmer zu Wort kommen, die ihren Gewinn durch den Einbezug von behinderten Menschen in den betrieblichen Ablauf verdeutlichten.
Trilux-Geschäftsführer Klaus Röwekamp erläuterte die Zusammenarbeit mit den Caritas-Werkstätten Arnsberg. Dabei ging er sowohl auf die Arbeiten ein, die in der Werkstatt Neheim ausgeführt werden, als auch auf die sehr gute Zusammenarbeit mit einer Gruppe von Menschen mit Behinderung im Trilux-Werk in Hüsten. Frank Stucht, Leiter der Endmontage bei Trilux, zeigte auf, wie Caritas-Beschäftigte und die Mitarbeiter der Firma Trilux ganz selbstverständlich im Trilux-Werk miteinander umgehen.
Derzeit befinden sich 105 Menschen mit psychischen Erkrankungen in der Werkstatt. Zählt man die Personen, die auf sogenannten ausgelagerten Arbeitsplätzen in Industrieunternehmen gefördert werden (15 Personen) und weitere 24 Personen, die im Jahr 2007 näher an ihren Wohnort in die Werkstatt Ens TeC (Meschede-Enste) wechselten, hinzu, ist der Bedarf an Arbeitsplätzen für diesen Personenkreis nach 20 Jahren fast sechs mal so hoch. Unter der Leitung von Wolfgang Wessel bietet die Werkstatt ein großes Arbeitsplatzangebot für Menschen mit psychischen Erkrankungen. In den Bereichen Elektromontage, mechanische und manuelle Montage, Verpackungsarbeiten, Lettershop/Postversand, Hauspostbearbeitung, Tampondruck, Kurierdienste sowie Küche erhalten die Beschäftigten eine angemessene berufliche Bildung und einen ihrer Leistungsfähigkeit entsprechenden Arbeitsplatz. Einzelne von Ihnen haben in den vergangenen Jahren durch die Unterstützung der Werkstatt auch den Weg in den allgemeinen Arbeitsmarkt wiedergefunden.
Die Jubiläumsfeier machte deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Menschen mit und ohne Behinderung ist und wie leistungsfähig jeder einzelne Mitarbeiter auf seinem Arbeitsplatz ist. Dies spiegelt sich auch besonders in der seit Jahren guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit vielen Firmen aus dem Industriegebiet „Im Ohl“ und darüber hinaus wider. Gerne bringt sich die Werkstatt Neheim mit dem gesamten Team im Rahmen ihrer Möglichkeiten in den Wirtschaftsprozess ein und freut sich daher über weitere Anfragen aus Industrie und Handwerk.







