Aktuelle Ausgabe
2012-20

Granadas Bischof Bernhard Hombach feierte in seiner Heimat Freudenberg 75. Geburtstag

Siegerländer wirkt in Nicaragua

Gratulierten dem aus Freudenberg stammenden Bischof von Granada in Nicaragua, Bischof Bernhard Hombach (2. v. l.) zum 75. Geburtstag (v. l.): Weihbischof Manfred Grothe, Pfarrer Reinhard Lenz und Pfr. i. R.Heinrich Schreckenberg.

Freudenberg. Es war ein feierlicher Dankgottesdienst, den Bischof Bernhard Hombach in seiner Heimatgemeinde St. Marien in Freudenberg zu seinem 75. Geburtstag zelebrierte. Normalerweise lebt und arbeitet er als Bischof in Granada in Nicaragua. Nun aber ist er für ein paar Tage auf Heimaturlaub in Freudenberg-Hohenhain, um vor seiner Rückkehr in seine Wahlheimat Geburtstag zu feiern.

 

von Juliane Mütherig

 

Viele seiner Freunde, Wegbegleiter, Verwandte, Gemeindemitglieder und der Kirchenchor St. Marien feierten das Pontifikalamt zusammen mit ihm und den Konzelebranten Weihbischof Manfred Grothe als Vertreter des Erzbischofs, Prälat Bruno Kresing, der die Predigt hielt, Pfarrer i.R. Heinrich Schreckenberg, Dechant Dieter Osthus aus Hagen, Polizei­seelsorger Msgr.

Wolfgang Bender, Pastor Jürgen Westhof aus Herford und Pfarrer Reinhard Lenz aus Freudenberg.

Im Anschluss an die Messfeier fand im Gemeindehaus der Geburtstagsempfang statt, wo alle Gelegenheit zum Gratulieren hatten. Über 100 Gratulanten waren gekommen um dem Siegerländer Bischof Bernhard Hombach persönlich die Hand zu reichen. Hombach kann zurückblicken auf 34 Jahre als Priester in Deutschland, Argentinien, Peru, Kolumbien, Nigeria, Venezuela und Nicaragua, auf weitere 13 Jahre als Bischof in Juigalpa und Granada in Nicaragua. Am 22. April 1995 wurde er in Juigalpa in Nicaragua zum Bischof geweiht. Für ihn selbst, seine Angehörigen und die Heimatgemeinde kam damals die Nachricht von der Ernennung zum Bischof völlig überraschend. Erst im Januar zuvor war Pfarrer Bernhard Hombach zum Päpstlichen Ehrenkaplan mit dem Titel Monsignore ernannt worden.

Vor wenigen Tagen war Bischof Hombach nun zu einem Besuch bei Papst Benedikt XVI. in Rom. Dabei teilte ihm der Papst mit, dass er auch noch über den 75. Geburtstag hinaus als Bischof von Granada im Nicaragua im Amt bleiben soll. Wie Bischof Hombach berichtete, sei er nicht sonderlich überrascht gewesen. Die Verlängerung von ein oder zwei Jahren sei üblich, meinte er. Also wird der Ruhestand noch etwas warten müssen. Schon das Theologiestudium von Bernhard Hombach war in Trier und Löwen in Belgien am „Lateinamerikanischen Kolleg“ so ausgerichtet, um nach der Weihe nach Lateinamerika gehen zu können. „Es war von jeher mein Wunsch nach Südamerika zu gehen. Hier fühle ich mich wohl und merke, dass ich was tun kann, was auch nützlich ist“, so der Bischof. Und nützliche Dinge hat er in seiner Zeit im Ausland reichlich ins Leben gerufen, unter anderem die Mutter-Kind-Klinik auf dem Gelände eines ehemaligen Gefängnisses in Juigalpa, ein Kinderheim für Straßenkinder, eine Radio-Station, einen lokalen, kirchlichen Radiosender für das Bistum Juigalpa, Schulen, Kinderhorte, Kirch- und Kapellenbauten– um nur einige aufzuzählen.

Bischof Hombach ist noch bis zum Sonntag in Freudenberg. Reiner Urlaub ist es nicht. Denn es stehen verschiedene Besuche bei kirchlichen Hilfswerken sowie bei Verwandten und Bekannten an.


24.05.2012
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