20. „Eine-Welt-Marsch“ der Kolpingsfamilie Fröndenberg
Über 100000 Euro gesammelt
Fröndenberg. Den 20. „Eine-Welt-Marsch“ seit 1992 führte die Kolpingsfamilie Fröndenberg kürzlich durch. Dabei ging es wieder darum, auf die Situation der Menschen in der sogenannten Dritten Welt aufmerksam zu machen. Dies geschah in allen Jahren gezielt anhand eines ausgesuchten Projektes, das mit dem Erlös aus dem Marsch unterstützt wurde.
In den vergangenen Jahren wurden Projekte in Mexiko und Brasilien unterstützt: zum Beispiel die Anschaffung von Kühen, die Einrichtung von Werkstätten, der Bau von Brunnen, die Ausbildung junger Menschen, der Bau von Kindergärten und Häusern in Elendsvierteln, die Förderung der Produktion und Vermarktung von Kaffee, Unterstützung von Straßenkindern oder Gesundheitsprojekte. „Diese Beispiele machen deutlich, dass der Mensch immer im Mittelpunkt steht, wobei es darum geht, die Basis für ein menschenwürdiges Leben zu schaffen“, teilt die Kolpingsfamilie mit.
Der „Eine-Welt-Marsch“ wird in jedem Jahr durch zwei Veranstaltungen vorbereitet. Am Sonntag vorher findet ein von der Kolpingsfamilie vorbereiteter Familiengottesdienst statt. In diesem Jahr stand er unter dem Thema: „Was einer alleine nicht schafft, dazu haben wir gemeinsam die Kraft.“
Am Donnerstag nach dem Marsch wird seit einigen Jahren zum „Coffee-Stop“ auf dem Wochenmarkt eingeladen. Unter dem Thema: „Wir geben eine Tasse Kaffee – Sie geben eine Spende für das Projekt“ wird zum Informationsgespräch eingeladen.
Zum 20. „Eine-Welt-Marsch“ hatten sich trotz anhaltenden Regens etwa 70 Teilnehmer aller Altersgruppen zum Marsch über 5 km durch Fröndenberg eingefunden. Nach Grußworten durch die Vorsitzende der Kolpingsfamilie Gabi Preuß, des Präses Thomas Zwingmann und des Bürgermeisters Friedrich-Wilhelm Rebbe wies Hans Braukmann als Beauftragter der Kolpingsfamilie für die Eine-Welt-Arbeit auf das Projekt des Jahres 2011 hin. Es lautete: „Erweiterung eines Kindergartens für 130 Kinder im Elendsviertel Carapicuiba am Rande von São Paulo“.
Mit etwas Stolz konnte er die Summe aus den 20 Eine-Welt-Märschen mit 101003 Euro unter großem Beifall der Teilnehmer bekannt geben. Gleichzeitig dankte er allen Teilnehmern sowie allen kleinen und großen Sponsoren, die diese Summe für fremde, in Armut und Not lebende Menschen, zusammengebracht hatten. Aus den meist persönlichen Kontakten vor Ort der Projekte ist sich die Kolpingsfamilie sicher, dass jeder Cent bei den Menschen ankommt.
Mit einem Transparent „Auf dem Weg für die Eine Welt“ gingen die Teilnehmer dann durch die Stadt und lenkten so den Blick auf die „Eine Welt“. Das Ziel dieses Marsches wardas Pfarrzentrum der Gemeinde, wo eine Kaffeetafel auf die Teilnehmer wartete. Der Erlös aus Kuchen- und Getränkeverkauf ist ebenfalls für das Projekt bestimmt.







