St. Vit: „Bauzeitung“ erscheint zur Renovierung
„Unser Dorf – unsere Kirche“
Rheda-Wiedenbrück. Im Jahr 1913 orderte der damalige St. Viter Pfarrer in der örtlichen Gaststätte ein 21-Liter-Fass Bier. Es kostete 5,25 Mark, was einem Literpreis von 25 Pfennigen entspricht. „Das Bier wurde beim Richtfest des Kirchturms ausgeschenkt“, erzählt Ludger Vollenkemper vom Kirchenvorstand der Gemeinde St. Vit im gleichnamigen Rheda-Wiedenbrücker Ortsteil. Zu finden war die Anekdote im Pfarrarchiv, veröffentlicht wurde sie in der „Bauzeitung“, die die Vitus-Gemeinde aus dem Pastoralverbund Reckenberg jetzt anlässlich der Außenrenovierung ihrer Pfarrkirche herausgebracht hat.
von Andreas Wiedenhaus
„Unser Dorf – unsere Kirche“ – schon von Weitem ist das Banner zu sehen, das am Turmgerüst angebracht ist. Ein Motto, das nach Meinung von Vollenkemper stellvertretend für die starke Identifikation der St. Viter mit ihrer Kirche steht. Eine Identifikation, die auch notwendig ist, denn für einen neuen atmungsaktiven Putz an der Fassade der kleinen im barocken Stil erbauten Kirche muss die Gemeinde einen Eigenanteil von etwa 110000 Euro aufbringen. Rund 35000 Euro davon sollen aus Spenden finanziert werden.
Im Kirchenvorstand wurde ein Konzept für die Spendensammlung erarbeitet. Das „Herzstück“ ist die „Bauzeitung“. Marita Frankrone: „Die Zeitung wirbt um Spenden und erläutert gleichzeitig den Hintergrund der Arbeiten sowie die Geschichte von Gemeinde und Kirche.“ Dazu hat sich das Redaktionsteam einiges einfallen lassen: Auf 16 Seiten wechseln sich Historie sowie Details zu den Arbeiten ab mit Veranstaltungsankündigungen und „Dönekes“. Verteilt wurde die „Bauzeitung“ an alle 650 Haushalte in dem Ortsteil von Rheda-Wiedenbrück.
Jetzt hoffen die Initiatoren, dass die Summe bald zusammenkommt. Ingrid Brummel ist zuversichtlich: „Die St. Viter sind großzügig, wenn es um ihre Kirche geht.“ Da sei der Ortsteil „ein Kleckerdorf, das klotzt“.
Das nächste Großereignis steht übrigens schon an: Im kommenden Jahr feiert die Gemeinde ihr 800-jähriges Bestehen. Auch darüber ist bereits etwas in der Bauzeitung zu les







