Katholische Kirchengemeinden St. Kilian und Liebfrauen unternahmen Pilgerfahrt ins Heilige Land
Unterwegs auf den Spuren Jesu
Bad Salzuflen. Wie groß die Resonanz sein würde, konnte niemand ahnen, als im Pfarrverbund Bad Salzuflen-Schötmar eine besinnliche Reise auf den Spuren Jesu ins Heilige Land angeboten wurde. Über 100 Interessenten meldeten sich für dieses Angebot, die auf zwei Fahrten aufgeteilt wurden.
Vom 21. bis 28. Februar 2011 machte sich die erste Gruppe unter der Reiseleitung von Dia-kon Adrian Koczy und der geistlichen Begleitung von Pastor Detlef Stock auf ihre Pilgerfahrt. Mit dem Flugzeug ging es von Frankfurt nach Tel Aviv und dann mit dem Bus entlang der Mittelmeerküste nach Nazareth.
Das Programm begann mit einem Gottesdienst in der Verkündigungskirche in Nazareth. Danach fuhren die Pilger in die Höhen des Golan zu den Jordanquellen bei Banjas, dem einstigen Cäsarea Philippi am Fuß des Hermon. Zu Fuß ging es zum Pan-Heiligtum und zum Wasserfall, weiter zum Naturpark Dan, dem alttestamentlichen Lajisch.
Der dritte Tag führte die Gruppe zum Berg der Bergpredigt mit Ausblick auf den See Genezareth. Zu Fuß ging es hinunter zum See nach Tabga, dem traditionellen Ort der wunderbaren Brotvermehrung. Am See Genezareth feierten die Pilger eine heilige Messe. In Kafarnaum, der „Stadt Jesu“ sahen sie die Gassen und Häuser aus römischer Zeit. Bei einer Bootsfahrt auf dem See Genezareth gab es Zeit zum Ausruhen und Nachdenken.
Am vierten Tag war der Berg Tabor mit der Verklärungsbasilika erstes Ziel der Gruppe. Der Blick über das weite Land, aber auch das Wissen um die Zerrissenheit dieses Landes, waren beeindruckend. In Jericho ging es über die Schutthügel der „ältesten Stadt der Welt“.
Der Besuch der Ruinen von Qumran, der ehemaligen Gemeinschaftssiedlung der Essener und der Blick auf die Höhlen, in denen die berühmten Schriftrollen vom Toten Meer gefunden wurden, schlossen sich an. Auch eine Bademöglichkeit im Toten Meer stand im Programm. Durch die Wüste Juda ging es danach weiter nach Bethlehem.
Der nächste Tag begann mit einer Fahrt zum Herodion, den ab 1972 wieder gefundenen Überresten des Herodespalastes, in dem die Grabstätte Herodes des Großen gefunden wurde.
Die heilige Messe auf den Hirtenfeldern bei Bethlehem und der Besuch der Geburtskirche sowie das Treffen mit einer christlich-palästinensischen Familie waren besonders emotional. Die Schriftstellerin Faten Mukarker erzählte den Besuchern von ihrem Leben zwischen Grenzen und Mauern.
Der sechste Tag führte die Pilger nach Jerusalem. Der Gang über den Ölberg zur Kirche Gethsemani machte den Weg Jesu zum Beginn seines Leidens lebendig. Über die Via Dolorosa gelangten die Pilger zur Grabeskirche.
Am Sonntag waren die Pilger schließlich an der Klagemauer und auf dem Tempelplatz, sie sahen den Felsendom und die El-Aksa-Moschee, den Abendmahlssaal und die Dormitiokirche mit dem Grab Mariens.
In der Lazaruskirche in Bethanien feierte die Gruppe den letzten Gottesdienst der Reise. Vor dem Rückflug wurde noch Abu Gosch, das biblische Emmaus, besucht.
In der Bibel ist von den Jüngern zu lesen: „Sie erkannten den Herrn nicht.“ Wann, so fragten sich die Pilger zum Ende der Reise bewegt, werden die Menschen erkennen, was ihnen zum Frieden dient?







