Sozialdienst katholischer Frauen Hamm hat Angebot für Schwangere und junge Mütter erweitert
Von der Hebamme gut beraten
Hamm. „Ich hatte doch keine Ahnung von der Geburt, aber auch nicht von der Schwangerschaft“, erzählt F. U. Als die heute 21-Jährige ihr erstes Kind erwartete, suchte sie Rat bei dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) des Erzbistums. „Die Hebamme Elisabeth Edelmann hat alle meine Fragen beantwortet. Ich habe mich total aufgehoben gefühlt.“
von Elisabeth Plamper
Seit Beginn des Jahres bietet der SkF in seiner Geschäftsstelle zusätzlich zu den bisherigen Angeboten für schwangere Frauen und jungen Müttern Hebammen-Sprechstunden an. Die Hebamme Elisabeth Edelmann weiß aus ihrer beruflichen Erfahrung um die Ängste und Unsicherheiten, die eine Schwangerschaft und die Geburt eines Kindes mit sich bringen können.
In den Gesprächen beantwortet sie nicht nur Fragen rund um die Schwangerschaft, sondern gibt auch Hilfestellung, wenn es um Schwangerschaftsbeschwerden, die Ernährung während der Schwangerschaft oder die erste Zeit mit dem Kind geht. „Manche Frauen kommen mit einer Freundin oder gemeinsam mit ihrem Partner.“
Auch die 20-jährige F. K. fand während ihrer Schwangerschaft den Weg zum SkF und kam nach der Geburt ihres Kindes noch mehrmals zur Beratung. „Sie haben mir die Zusicherung in der Schwangerschaft gegeben, dass ich mich bei Problemen melden kann. Dieses Angebot, dass ich auch wieder kommen kann, hat mir eine Last von meinen Schultern genommen“, habe sie nach einem Gespräch gesagt, berichtet SkF-Mitarbeiterin Annegret Kostka-Joppien über ihre Arbeit. Die junge Mutter mache inzwischen eine Ausbildung, während sich ihr Ehemann um das sechsmonatige Töchterchen kümmere.
„Wir entwickelten die Hebammen-Sprechstunde aus unserer bisherigen Arbeit heraus“, erläutert SkF-Geschäftsführerin Susanne Smolen. Angesprochen werden sollen vor allem junge Mütter bis 25 Jahren, aber auch werdende Mütter, die keinen Geburtsvorbereitungskurs während der Schwangerschaft besuchen möchten. „Die Gründe auf einen Vorbereitungskurses zu verzichten sind vielfältig“, weiß Elisabeth Edelmann. Neben der natürlichen Hemmschwelle spiele die finanzielle Situation und das soziale Umfeld der werdenden Mütter häufig eine Rolle. Insgesamt werden die neuen Sprechstunden sehr gut angenommen, ziehen die Hebamme und die Mitarbeiterinnen des SkF nach den ersten Wochen eine positive Bilanz.
Mit dem neuen Angebot biete der SkF eine „Paketlösung“, an, fasst Smolen zusammen. „Eine Schwangerschaft kann vielfältige Gefühle auslösen. Freude und Hoffnung, Ängste und Fragen.“ Wie soll es jetzt weitergehen mit mir, mit uns? Bin ich reif genug für ein Kind? Wie sollen wir das finanziell schaffen? Wie kann ich Kind und Beruf vereinbaren? Und wenn das Kind behindert ist? Wer hilft mir, wenn ich nicht weiter weiß beispielsweise bei finanziellen und rechtlichen Fragen wie z. B. Kindergeld, Unterhalt, Vaterschaftsanerkennung usw.? Genau auf diesen Fragen mit den betroffenen Frauen eine Antwort finden, dass hat sich die Schwangerschaftsberatung der SkF zum Ziel gesetzt. Aber auch in Fällen der Trauer nach Tot- oder Fehlgeburt bietet der SkF seine Hilfe an. Mit der Hebammensprechstunde kommt nun ein weiteres Tätigkeitsfeld hinzu.
Die Beratung ist unabhängig von Nationalität und Religionszugehörigkeit. „Bei allen persönlichen Gesprächen halten wir uns an die Schweigepflicht.“







