Der neu eröffnete „FairMarkt“ in Olpe bietet gebrauchte Haushaltsgegenstände zum Schnäppchenpreis
Waren für den guten Zweck
Olpe. Ein voll funktionstüchtiger Farbfernseher für 16 Euro? Ein intakter Kühlschrank für 30 Euro? Der Besucher des neu eröffneten FairMarktes in der Olper Innenstadt reibt sich verwundert die Augen. Von außen ist nicht zu erkennen, dass man soeben ein Geschäft betreten hat, das gebrauchte Alltagsgegenstände verkauft. Darauf sind die Leiterinnen des Fairmarktes, Erika Clemens und Marion Grebe, besonders stolz.
von Benedikt van Acken
Jeder Gegenstand, der im FairMarkt zum Verkauf steht, wird sorgfältig gereinigt, bevor er ausgestellt wird: „Auf Sauberkeit und ansprechende Präsentation der Waren legen wir hier großen Wert und deshalb haben schon viele Kunden gedacht, sie würden ein Kaufhaus für Neuwaren betreten“, erläutern beide unisono.
Das Sortiment kann es mit dem eines großen Warenhauses aufnehmen. Auf zwei Etagen finden sich Haushaltsgegenstände aller Art. Für annähernd 200 Euro können sich Studenten locker einen fast kompletten Hausstand einrichten, angefangen von Küchen-Elektrogeräten über Geschirr bis hin zu Lampen und Leuchten aller Art. Eine große Auswahl an Spielen, die selbstverständlich alle vollzählig sind, CDs, Bücher und Dekorationsgegenständen ist ebenfalls vorhanden. Vieles wurde von den Vorbesitzern gar nicht gebraucht, ist deshalb neuwertig und eignet sich durchaus als Weihnachtsgeschenk.
In das gesamte Warenangebot brauchte der Träger, das Ketteler-Cardijn-Werk (KCW), keinen einzigen Cent investieren. „Alles was Sie hier sehen, sind Spenden aus Haushaltsauflösungen oder aus Insolvenzen und Kursmassen“, erklärt Erika Clemens und fügt hinzu: „Ein Anruf bei uns genügt und wir holen die Sachen bei den Leuten zu Hause ab!“
Von Anfang an wurde der Laden gut angenommen. Reißenden Absatz finden vor allem komplette Ess- und Kaffee-Services jeglicher Stil-Art. Dafür gibt es sogar eine Warteliste. Schnäppchenjäger und Menschen, die den Charme des „Seltenen“ suchen, kommen ebenso auf ihre Kosten wie Sparfüchse und Nostalgiker. Und auch Sammler können hier die eine oder andere Entdeckung machen. Der Erlös aus den Verkäufen kommt ausnahmslos wohltätigen Zwecken zu.
Der Träger des Geschäfts, das Ketteler-Cardijn-Werk ist eine von der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), dem Kolpingwerk und der Christlichen Arbeitnehmerjugend (CAJ) getragene Einrichtung. Darin werden Menschen beschäftigt, die von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind und für den regulären Arbeitsmarkt fit gemacht werden.







