Rückgang der Bevölkerung ist Thema bei den Caritas-Konferenzen im Dekanat Unna
Was tun, wenn alles weniger wird?
Unna. Ein Blick auf die demografische Entwicklung im Erzbistum Paderborn zeigt, dass die Zahl der älteren Gemeindemitglieder steigt. „Was bedeutet das Älterwerden in der Gesellschaft – was bedeutet es für die CKD?“ Diesen Fragen stellen sich die Vorstände der Caritas-Konferenzen des Dekanates Unna.
von Elisabeth Plamper
Unter dem Leitthema „Kirche und CKD auf dem Weg in die Zukunft“ treffen sich die Vorstände der Caritas-Konferenzen am Donnerstag, 28. August, in St. Marien Kamen-Methler-Kaiserau zu einem Schulungstag. Die Sinus-Milieu-Studie bildet den Einstieg in das Seminar. Im Anschluss daran werden die Teilnehmer in vier Gruppen den Fragen nachgehen, welche Auswirkungen die demographische Entwicklung in den Kirchengemeinden und auf die Arbeit der CKD hat.
Die Leitung der Gruppen übernehmen Irene Klopfleisch, Vorsitzende der Caritas Konferenz St. Michael Bergkamen-Weddinghofen, Regionalleiterin und Dekanatssprecherin Petra Freiberg, Ralf Plogmann, Caritas-Koordinator und Abteilungsleiter des Caritasverbandes Unna und Wilfried Becker, Schriftführer des CKD-Regionalverbandes. Diskussionsgrundlage ist eine Zusammenfassung zur Bevölkerungsentwicklung von Herwig Birg.
Der Autor geht davon aus, dass die Bevölkerung in Deutschland weiter zurückgeht und „durch die persönlichen Entscheidungen der Bürger für oder gegen Kinder in Gang gehalten wird“. Sein Fazit: Politiker und Bürger sollten „aber wissen, was sie tun, wenn sie die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Rahmenbedingungen dieser Entscheidungen so gestalten, dass eine niedrige Geburtenrate die Folge ist“.
Während im Erzbistum die Dekanate Paderborn, Gütersloh und Bielefeld noch einen Bevölkerungszuwachs erwarten können, wird für Unna ein Bevölkerungsrückgang von rund zehn Prozent prognostiziert. Die demografische Entwicklung wird voraussichtlich in den Gemeinden durch weniger Hauptamtliche, Ehrenamtliche, Gemeindemitglieder und weniger Geld spürbar werden.
Eine Wende sei für diese Generation nicht zu erwarten. „Unser Erleben von Kirche und Gemeinde in Deutschland wird von Schrumpfung geprägt sein.“
Ein Ergebnis, das auch bei der Erstellung der Pastoralkonzepte im Rahmen der Perspektive 2014 in den Pastoralverbünden im Dekanat einfließen wird.







