Dekanat Unna bereitet sich auf die Fortschreibung der Pastoralverbünde vor
Weniger kann auch mehr sein
Unna. „Himmel und Erde“, „Gib mir Fünf“ oder „Perspektive 2020“ – egal wie unterschiedlich die Leitworte auch sein mögen, unter denen sich die bestehenden Pastoralverbünde im Dekanat Unna auf die geplanten Pastoralen Räume vorbereiten, so sind die Ziele doch gleich: Voneinander lernen und profitieren, gemeinsam Neues schaffen, Bewährtes bewahren und den katholischen Glauben generationsübergreifend im Alltag (vor)leben und vertreten.
von Elisabeth Plamper
Dass die Basis der Gemeinden die geplanten Fusionen mitträgt, zeigen nicht nur die engagierten Hauptamtlichen und die vielen ehrenamtlich Tätigen in den Führungsgremien, Institutionen und Verbänden wie beispielsweise KAB, kfd und Caritas. Hinzukommen viele neu entstandene Gemeinschaften und Gruppen, deren Mitglieder sich ebenfalls schon jetzt über die noch geltenden Pastoralverbundsgrenzen hinaus, zusammenfinden. Auch sie tragen ihren Teil zum Gelingen christlichen Wirkens nach der katholischen Glaubenslehre bei. Sie organisieren karitative und soziale Projekte und bringen Spiritualität und Glauben vor Ort ins Gespräch.
„Wir sind zehn Paare und treffen uns regelmäßig, um über Textstellen aus dem Alten oder Neuen Testament zu sprechen“, erzählte beispielsweise Alfred Riedel auf dem Pastoralverbundstag, der kürzlich in Unna statt fand. Auch an der Aktion „Männer machen Meilen“ beteiligt er sich. Bei dieser Aktion schwingt sich eine kleine Gruppe passionierter Radler in den Fahrradsattel und tritt kräftig für einen guten Zweck in die Pedale.
„Alles ist möglich, wenn man es mit Freude tut“, betonte Pastoralverbundsleiter Georg Birwer bei „Himmel und Erde“, so das Motto des Pastoralverbundstages, an dem alle katholischen Kirchengemeinden der Stadt teilnahmen. Gemeindereferentin Michaela Labudda erläuterte: „Wir werden bald alle eine große Gemeinde sein.“ Dann sei es gut, sich schon zu kennen. So war auch die Kirchengemeinde St. Marien in Unna-Massen (Pastoralverbund Holzwicke) mit im Boot. Die Pastoralverbünde Unna, Holzwickede und Fröndenberg werden nach der Fortschreibung eine der drei „Großgemeinden“ im Dekanat sein.
Als Gastreferenten gaben der Geschäftsführer der Lenkungsgruppe „Perspektive 2014“, Domvikar Dr. Michael Bredeck, und Hans-Georg Hunstig, Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, im Rahmen einer Podiumsdiskussion: „Wir werden immer weniger, dafür aber immer besser“ den geistigen Impuls zur Veranstaltung. Bredeck widmete seinen Vortrag dem Thema: „Berufung“, welches das Erzbistum Paderborn für die zukünftige Pastoral als Leitfaden auswählte. So erläuterte er, warum die jetzige Struktur der Kirchengemeinden nicht mehr zeitgemäß sei. Wichtig sei, bei der (Neu-)Orientierung der Kirche, die Glaubenweitergabe nachhaltig zu sichern. „Die neuen Pastoralen Räume sind eine Chance.“ Eine Chance auch für jeden Gläubigen, für sich die im Fastenhirtenbrief des Erzbischofs gestellte Frage „wo liegen die Schwerpunkte deines Wirkens heute“ zu beantworten und für den katholischen Glauben einzustehen, so der Domvikar.







