Aktuelle Ausgabe
2012-20

Pastoralverbünde „Oberes Hönnetal“ und „Balver Land“ begannen Weg zum Pastoralen Raum

Wir sind als Christen nicht allein

Einzug der Fahnen in das voll besetzte Reitstadion.

Balve-Wocklum. „Mit meinem Gott überspringe ich Mauern“, so lautete das Motto der Sternwallfahrt am Pfingstmontag, durchgeführt von den Gemeinden der Pastoralverbünde „Oberes Hönnetal“ und „Balver Land“. Zugleich war dieses Motto auch Thema der Kooperationsvereinbarung zwischen den beiden Verbünden, einen neuen Pastoralen Raum zu schaffen. Beides fand im Reitstadion Wocklum statt, das von der Familie Dieter Graf Landsberg-Velen zur Verfügung gestellt wurde. 

von Julius Kolossa 

Dort, wo sonst sportliche Höchstleistungen vollbracht werden, fand die Feier der heiligen Messe statt; daran teil nahmen 1200 Christen auf der voll besetzten Zuschauertribüne. Andere fanden nur noch Stehplätze, oder gehörten zu den Fahnenabord-  nungen, sodass insgesamt etwa 1400 Personen zusammen kamen. Musikalisch begleitet wurde dieses Hochamt durch das Jugendorchester vom Musikverein Beckum unter Leitung von Udo Fricke.

„Wir erleben miteinander, dass wir Christen nicht alleine sind auf unseren Wegen“, leitete Pfarrer Andreas Schulte angesichts der großen Zahl der Gläubigen seine Begrüßung ein. Neben Pastor Werner Spancken, Pastor Stefan Siebert, Pastor Jürgen Bischoff, Gemeindereferentin Elke Luig, den Diakonen Gerd Eisenberg, Wilhelm Grothe und Josef Hültenschmidt, nahm auch Dechant Jürgen Senkbeil an dieser Messfeier unter freiem Himmel teil.

„Offiziell beginnen wir hiermit mit der Arbeit“, ließ Pfarrer Andreas Schulte Dechant Jürgen Senkbeil als erster seine Unterschrift unter die Kooperationsvereinbarung setzen. Diese bedeutet, sich an den Zielfeldern zu orientieren, die von Erzbischof Hans-Josef Becker ausgegeben wurden: den Glauben neu ins Gespräch zu bringen, ihn im Leben zu bezeugen und weiterzugeben. Auch Mitglieder des Kirchenvorstandes und der einzelnen Gemeinden bestätigten mit ihrem Namen das Inkrafttreten dieser Vereinbarung. 

Dechant Jürgen Senkbeil betonte in seiner Festpredigt, dass die Errichtung eines neuen Pastoralen Raumes einen Einschnitt für das Leben in den Gemeinden und damit auch Veränderungen bedeute. Doch sei dies kein Grund für Sorgen und Bedenken – vielmehr eine Herausforderung, Vertrauen wagen zu dürfen. „Wir arbeiten zusammen, und lernen neu“, so Senkbeil. „Bewährtes wird bewahrt und Neues bewegt.“ Deshalb sei das Motto: „Mit meinem Gott überspringe ich Mauern“ auch passend gewählt, denn dies bedeute, ruhig und gelassen mit Vertrauen die Hindernisse und Mauern zu überwinden. 

Daran arbeiten schon jetzt elf Arbeitsgruppen, die von Mitarbeitern vorgestellt wurden: Steuerungsgruppe, Formulierung eines Gemeindebegriffs und Leitbildes, Gottesdienstordnung, Taufpastoralkonzept, Aufbau und Vernetzung der Caritasarbeit, Kindergarten und Familienzentrum als Pastoraler Raum, Jugendkirche und was dann? Zukünftige Aufgaben von Verbänden, Ökumene in Balve und Neuenrade, Geburtstagsbesuche sowie Todesfall und was dann?, sind die Themen, die erschlossen werden. 

Und weil Kirche die Menschen braucht, so wie Menschen die Kirche brauchen, könne jeder seinen Beitrag dazu leisten, forderte Pfarrer Schulte zum Mitmachen auf.


25.05.2012
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