Heilig Kreuz in Detmold gründet die größte Gemeindestiftung des Erzbistums Paderborn
Wirken auf Dauer gesichert
Detmold (rtl). Die Gemeinde Heilig Kreuz hat einen entscheidenden Schritt in die Zukunft gemacht. Mit einem Kapital von 1,7 Millionen Euro hat sie nun eine Gemeindestiftung errichtet, die derzeit größte im Erzbistum Paderborn.
Sinn und Zweck der „Stiftung Heilig Kreuz“, so der offizielle Name, ist es laut Satzung, kirchliche Zwecke, die Religion und die Unterstützung hilfsbedürftiger Personen zu fördern.
Das Stiftungskapital von 1,7 Millionen Euro stammt aus dem Verkauf des Müttergenesungsheims in Bad Meinberg. Dieses hatte die Gemeinde Heilig Kreuz an die Detmolder St.-Elisabeth-Stiftung veräußert, da es sich finanziell nicht mehr trug. Die St.-Elisabeth-Stiftung ihrerseits möchte das Müttergenesungsheim künftig zu einer Altenpflege-Einrichtung umfunktionieren.
Nun ist es an dem Stiftungsrat unter Vorsitz von Pfarrer Manfred Wacker und einem von diesem noch zu bestimmenden zweiköpfigen Vorstand, das Kapitalvermögen zu erhalten und die Gelder sinnvoll zu verwalten.
So sollen die Zinserträge des Stiftungskapitals der „rechtsfähigen kirchlichen Stiftung des Bürgerlichen Rechts“ etwa für den Bau und den Erhalt der insgesamt fünf Kirchengebäude und Liegenschaften der Gemeinde Heilig Kreuz, für die Förderung der Jugendarbeit, die Förderung der Kirchenmusik und karitative Zwecke verwendet werden.
Darunter könnte beispielsweise auch die Unterstützung von Menschen fallen, die aufgrund ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustandes auf die Hilfe anderer angewiesen sind.
Neben Pfarrer Wacker als Stiftungsratsvorsitzendem gehören Joachim Suermann, Dr. Cordula Marx und Gerhard Töpper (alle drei vom Kirchenvorstand), Christine Tellbüscher-Beckfeld (Pastoralverbundsrat) und Matthias Hildebrand (Gemeindebezirk Heilig Kreuz) dem Stiftungsrat an.
Das Erzbischöfliche Generalvikariat in Paderborn übernimmt die kirchliche Aufsicht. Die Bezirksregierung ist Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde der Stiftung.
Und so überreichte Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl auch die offizielle Stiftungsurkunde an Pfarrer Wacker und gab damit quasi den Startschuss. „Wer eine Stiftung gründet, weiß, dass er das Geld langfristig anlegt“, sagte Marianne Thomann-Stahl.
Denn: „So wird gewährleistet, dass ein bestimmter Teil Ihres Wirkens auf Dauer gesichert ist.“







