St.-Pankratius-Gemeinde in Warstein-Belecke feiert 50-jähriges Weihejubiläum der Heilig-Kreuz-Kirche
Zeichen der Liebe, Zeichen des Lebens
Warstein-Belecke. Am 7. Oktober 1961 wurde die Heilig-Kreuz-Kirche in Belecke feierlich geweiht. Dieses 50-jährige Kirchweihjubiläum feiert die St.-Pankratius-Gemeinde in Belecke dieses Jahr im Rahmen besonderer Gottesdienste und Veranstaltungen.
Durch den starken Bevölkerungszuwachs aufgrund zunehmender Industrieansiedlungen und die dadurch steigenden Zahlen der Kirchenbesucher war die Kirche in der Belecker Altstadt viel zu klein geworden. Obwohl das Angebot der Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen groß war, platzte die Propsteikirche in den 1950er Jahren oft aus allen Nähten. Die ersten Überlegungen und Vorplanungen für einen Kirchenneubau gab es bereits Anfang 1959. In nur 18 Monaten (Januar 1960 bis Oktober 1961) war das Bauvorhaben vollendet, als am 7. Oktober 1961 die Heilig-Kreuz-Kirche schließlich feierlich geweiht wurde.
Dieses Kirchweihjubiläum wurde bereits am 7. Mai dieses Jahres mit einer Vesper anlässlich der 50-jährigen Glockenweihe „eingeläutet“. Genauso wie vor 50 Jahren hatte auch bei dieser Jubiläumsvesper jede Glocke ihre eigenen Paten, die sie vorstellten, bevor sie dann einzeln geläutet wurde.
Eine weitere Veranstaltung im Rahmen dieses Jubiläumsjahres war die alle fünf Jahre stattfindende Fußwallfahrt zur „Mutterpfarrei“ nach Altenrüthen, zu der die Belecker Bürger bis 1296 gehörten und der sie durch regelmäßige Wallfahrten verbunden blieben. Diese Tradition wurde im Rahmen der Feierlichkeiten zum 700-jährigen Jubiläum der Stadt- und Pfarrrechte Belecke im Jahr 1996 wieder belebt. Passend zum diesjährigen Kirchweihjubiläum der Heilig-Kreuz-Kirche lautete das Thema der diesjährigen Wallfahrt „durchKREUZt – durchs KREUZ zum Leben!“
Am Sonntag vor dem Patronatsfest Kreuzerhöhung begrüßten Pastor Markus Gudermann und Gemeindereferentin Beatrix Jakobi um 7 Uhr die Pilger in der Propsteikirche und stimmten sie auf den bevorstehenden Tag ein: „Das Kreuz: bestehend aus zwei Balken, einer quer, einer aufrecht. Wenn es nur den horizontalen Balken des Kreuzes gäbe, dann wäre es nur ein großes Minuszeichen – Zeichen der Sinnlosigkeit, Zeichen der Leere. Mit dem anderen Balken aber wird es erst zum Kreuz, zum Pluszeichen – Zeichen der Liebe, Zeichen des Lebens.“ Dieser Gedanke wurde in Texten, Liedern und Gebeten an den Stationen auf dem Weg und im Hochamt in Altenrüthen immer wieder aufgegriffen.
Ganz im Zeichen des Kreuzes stand auch eine weitere Veranstaltung im Hinblick auf das Kirchweihjubiläum: die Eröffnung der Bilderausstellung „Kreuze im Leben“ der Warsteiner Künstlerin Antje Prager-Andresen. „Das Kreuz als zentrales Symbol und Heilszeichen unseres christlichen Glaubens steht für die Überwindung von Tod und Leid durch die Auferstehung und Vergebung“, erläuterte die Künstlerin ihre Bilder. Sie zeigen die Gegensätze, die die Künstlerin im Laufe ihres Lebens und bei der Auseinandersetzung mit ihrem Glauben erfahren hat.







