Aktuelle Ausgabe
2012-20

Eine Delegation des Dortmunder Freundeskreises Cusco ist aus Peru zurückgekehrt

Zerstörung nach Überschwemmung

Mit Gesang und Tanz wurde die Dortmunder Delegation im Kinderdorf Lamay empfangen.

Dortmund/Cusco (-haus). „Wir waren zwar durch die Medien auf die Auswirkungen der Überschwemmungen im heiligen Tal der Inkas vorbereitet, trotzdem waren wir erschüttert von den Ausmaßen der Zerstörungen!“ Jutta Kanert vom Dortmunder Freundeskreis Cusco (DFC) ist gerade gemeinsam mit fünf anderen DFC-Mitgliedern von einem Besuch in Peru zurückgekehrt. Drei Wochen lang hatte die Delegation Partnerprojekte des Freundeskreises besucht. „Letztlich kehren wir aber ermuntert und motiviert von unserer Reise zurück“, fasst Jutta Kanert die Stimmung der Gruppe zusammen. 

Zwar hat die aktuelle Naturkatastrophe nach dem Erdbeben vor zweieinhalb Jahren den Dortmundern und ihren peruanischen Partnern zahlreiche neue Herausforderungen beschert, auf der anderen Seite stehen aber Erfolge, die zeigen, dass das gemeinsame Engagement mehr als lohnend ist.

Die Überschwemmungen haben unter anderem die Verantwortlichen im Kinderdorf Lamay vor Probleme gestellt: Kinder, deren Eltern bei der Naturkatastrophe ums Leben kamen, fanden dort Aufnahme und müssen versorgt werden. Gleichzeitig müssen sich die Ordensfrauen nicht nur um die eigenen durch die Überschwemmungen verursachten Ernteausfälle kümmern, sie helfen auch Familien, die alles verloren haben. Hier konnten die DFC-Mitglieder mit warmer Kleidung, die sie mitgebracht hatten, Hilfe leisten. Solche Maßnahmen sind nach Einschätzung der DFC-Delegation momentan unverzichtbar, denn noch säumen zahlreiche Zeltstädte die Straßen entlang des Flusses Urubamba. Und der peruanische Winter steht vor der Tür.

Nicht zuletzt haben die Wassermassen auch die Bauarbeiten für die Bäckerei in dem Kinderdorf stark zurückgeworfen. Mittlerweile wurden sie jedoch wieder aufgenommen. Einkünfte kann das Kinderdorf aus dem Verkauf von Gegenständen verzeichnen, die die Kinder im Rahmen ihres Werkunterrichts herstellen.

Beim Hotel „El Rosal“ des Centro Hogar San Pedro in Cusco gibt es erneut Veränderungen: Eine spanische Hotelkette hat einen Pachtvertrag auf 15 Jahre unterschrieben. Auch die Bäckerei soll verpachtet werden.

„Ermutigend“, so die Mitglieder der Reisegruppe seien die Entwicklungen in der Küstenstadt Pisco, die von dem schweren Erdbeben vor zweieinhalb Jahren fast völlig zerstört worden war. Die renommierte Schule der Vincentinerinnen ist mittlerweile fast vollständig wieder aufgebaut. Die Hälfte der Container-Klassenzimmer, in denen der Unterricht vorübergehend stattgefunden hatte, konnte als Wohnstätten an besonders bedürftige Familien verschenkt werden.

Weitere Baumaßnahmen sollen in dem Umfang fortgeführt werden, wie es die Spendensummen zulassen. Das Fazit, das die DFC-Mitglieder in diesem Zusammenhang ziehen, könnte so auch über ihrem gesamten Engagement stehen: „Es bleibt noch viel zu tun, um den Menschen ein einigermaßen menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.“

Kontakt

Ansprechpartnerin ist Jutta Kanert, Hessenbank 18, 44225 Dortmund, Telefon

02 31 / 71 77 74, E-Mail: Otmar.Kanert@udo.edu


25.05.2012
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