Aktuelle Ausgabe
2012-20

Katholische Marienschule der Ursulinen wird nun von einer Stiftung getragen

Zukunftssicherung mit neuem Träger

Bielefeld (rtl). Die Zukunft der Bielefelder Marienschule ist gesichert. Eine eigens eingerichtete „Stiftung Marienschule der Ursulinen“ hat die Schulträgerschaft des katholischen Gymnasiums übernommen. Der Grund: Der bisherige Träger, der Konvent der Ursulinen, war in den vergangenen Jahren immer mehr geschrumpft.

70 Schwestern zählte der Konvent in Bielefeld einmal, derzeit sind es noch 15. So gab es schon seit längerem die Überlegung der Schwestern, die Trägerschaft der Schule abzugeben. In Gesprächen mit dem Erzbistum Paderborn sei nach Lösungen gesucht und seien alle möglichen Formen geprüft worden, vom eingetragenen Verein bis zur gemeinnützigen GmbH, so Schwester Carola Kahler, Oberin des Konvents und jetzt Vorstand der Stiftung. Ihr zur Seite im Stiftungsvorstand steht Dr. Michael Gerhardts, bisher bischöflicher Berater des Schulträgers. Der Stiftungsrat zählt zwölf Mitglieder, unter ihnen Bild-Chefredakteur Kai Diekmann und CDU-Europaabgeordneter Elmar Brok. Den Vorsitz des Stiftungsrates hat Schwester Liutgera Matschke übernommen.
Über das Stiftungskapital wollte der Konvent nichts sagen, außer, dass das Grundkapital aus den Rücklagen des Ordens stammt. Gemeinsam mit der Bezirksregierung Detmold sei ein dauerhaft tragfähiges Finanzierungskonzept erarbeitet worden. Wichtig ist dem Konvent auch, dass sich durch die neue Trägerschaft für die Schule nichts ändert. Die kirchliche Stiftung des bürgerlichen Rechts werde nun das institutionelle Fundament dafür sein, dass die ursulinische Tradition der Schule für die Zukunft den nötigen stützenden Rahmen erhielte, so Schwester Carola.
Seit 1946 gibt es die Marienschule der Ursulinen in Bielefeld, begründet vom Breslauer Ursulinenkonvent. Prälat Johannes Schmidt, Pfarrer von St. Jodokus in Bielefeld hatte schon länger den Wunsch nach einem katholischen Gymnasium gehegt. Nach der Vertreibung aus Breslau wurden die Schwestern auch von Erzbischof Lorenz Jaeger ermuntert, die jahrhundertelange Breslauer Schulgeschichte im Erzbistum Paderborn fortzuschreiben.
Zunächst befand sich die anfänglich als reines Mädchengymnasium konzipierte Schule am Klosterplatz in der Mitte der Stadt. 1950 zog das Gymnasium auf das jetzige, der Pfarrei St. Johannes Baptist gehörende Gelände in Bielefeld-Schildesche um und wurde in den kommenden Jahren stetig erweitert und umgebaut.


25.05.2012
Impressum | Kontakt
4002