Baggern und beten

Die geistliche Seite der 72-Stunden-Aktion

An diesem Wochenende gibt es für viele Leute gleich zwei Möglichkeiten, das zu tun, wozu man als Christ berufen ist, diese Welt ein bisschen besser zu machen: die Wahlen zum Europa-Parlament (siehe unten) und die 72-Stunden-­Aktion des BDKJ.

Stoppi und Sabine, die beiden Maskottchen der diesjährigen 72-Stunden-Aktion. Beide sind anscheinend auch begeisterte Europäer. Illustration: bdkj

 

Dies ist nicht nur eine Sozialaktion, was auch schon eine begrüßenswerte Angelegenheit wäre, sondern sie hat auch eine christliche Dimension. Der Dachverband der katholischen Jugendverbände, der ­BDKJ, hat für die Dauer der Aktion eine digitale Kapelle … ja, wie sagt man: freigeschaltet, errichtet, geöffnet. Jedenfalls sind alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer – und alle anderen auch – eingeladen, innezuhalten und sich sozusagen digital mit dem Herrn zu verbinden.

Wer von den DOM-Leserinnen und Lesern sein Smartphone gerade nicht zur Hand hat, ist eingeladen, sich diese Seite 18 hinzulegen und irgendwann bis Sonntagabend diesen Text mitzubeten. Er ist entnommen der „Spiri-­Arbeitshilfe – Berge versetzen“:

Unsere Gesellschaft ist vielfältig, weil die Menschen in ihr vielfältig sind. Jede*r ist ein kleines bisschen anders. Es gibt viele unterschiedliche Nationen, Kulturen, Sprachen, Religionen, Hautfarben. Jede*r einzelne von uns hat eigene Geschichten, Erinnerungen und Träume. Und jede*r einzelne von uns möchte die eigenen Träume leben.

Es gibt einen Traum, den alle Religionen teilen. Wir alle träumen von Frieden und Gerechtigkeit. Besonders der Frieden in unserem Umfeld ist uns wichtig. Hier ist der Ort, an dem wir die Gesellschaft einfach und konkret verändern können. Denn die Gesellschaft verändern, können wir zuallererst durch das, was wir selbst tun. So zeigt sich konkret, was und woran wir glauben.

Wir wollen Gutes tun und uns für ein friedvolles und freundschaftliches Miteinander einsetzen. Wir wollen für unsere Mitmenschen da sein, wie ein Engel. Dabei sind wir nicht allein. Gemeinsam schickt uns der Himmel!

Lasst uns füreinander Engel sein und dort Flügel verleihen, wo Berge nicht versetzt werden können.

Lasst uns Engel sein und gemeinsam die Voraussetzungen schaffen, um unseren gemeinsamen Traum eines friedlichen und respektvollen Zusammenlebens auf der Welt zu verwirklichen.

Lasst uns Engel sein und unsere unterschiedlichen Talente für eine bunte Gesellschaft nutzen.

Lasst uns Engel sein und Flügel verleihen!“

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